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Arbeitsplatz mit Linux, Python, Servertechnik und einem KI-Roboter.
DOGTRUCK

Meine Arbeitsumgebung

Warum mein PC nicht mehr alles machen darf – und wie Linux Mint, Labor-VM, KI, NAS und Cloud bei mir zusammenspielen.

Mein Arbeitsplatz mit mehreren Monitoren, Linux Mint, Schreibtisch und Bürostuhl.
Mein Arbeitsplatz – hier kommen Planung, Entwicklung und Kontrolle zusammen.

Früher war die Sache einfach: Ein Rechner, darauf wurde gearbeitet, ausprobiert, installiert und geändert. Das funktioniert – zumindest so lange, bis eine Änderung genau den Rechner trifft, auf den man jeden Tag angewiesen ist.

Mit der Zeit ist deshalb aus meinem einzelnen PC eine kleine Arbeitsumgebung geworden. Nicht, weil ich möglichst viele Rechner und Dienste haben wollte, sondern weil sich für unterschiedliche Aufgaben unterschiedliche Plätze als sinnvoll erwiesen haben.

Planen → Entwickeln → Testen → Kontrollieren → Sichern → Synchronisieren

Der Haupt-PC – die stabile Basis

Mein Hauptrechner läuft mit Linux Mint. Hier findet der normale Alltag statt. Ich recherchiere im Browser, plane Projekte, kontrolliere Ergebnisse und verwalte meine Daten.

Der Haupt-PC soll dabei möglichst zuverlässig bleiben. Genau deshalb muss nicht mehr jede neue Idee sofort direkt auf diesem System ausprobiert werden.

Die Labor-VM – hier darf auch etwas schiefgehen

Monitor mit einer virtuellen Maschine und Werkzeug.
Die Labor-VM als virtuelle Werkstatt.

Mein Labor: entwickeln, ausprobieren und testen.

Für Entwicklung und Tests gibt es eine eigene virtuelle Maschine – mein Labor. Dort kann ich Programme installieren und wieder entfernen, Python-Projekte ausprobieren und Änderungen testen, ohne jedes Mal meinen eigentlichen Arbeitsrechner aufs Spiel zu setzen.

Der große Vorteil dabei ist, dass ich nicht bei jedem Versuch besonders vorsichtig sein muss. Wenn ich beispielsweise wissen möchte, was ein Programm bei der Installation tatsächlich verändert, ob eine Deinstallation sauber funktioniert oder welche Auswirkungen eine Änderung am System hat, kann ich das im Labor praktisch ausprobieren.

Gerade bei meinen eigenen Werkzeugen ist das wichtig. Ein Programm, das später Pakete installieren, Dateien verändern oder andere Arbeiten am System erledigen soll, muss mehr können, als nur auf meinem Haupt-PC einmal fehlerfrei zu starten. Im Labor kann ich ausprobieren, was bei einem zweiten Durchlauf passiert, wie sich ein Abbruch auswirkt oder ob nach einem Test unerwünschte Reste zurückbleiben.

Dabei muss das Labor nicht dauerhaft perfekt bleiben. Wenn ein Versuch die virtuelle Maschine tatsächlich durcheinanderbringt, ist genau das ebenfalls ein Testergebnis. Die Umgebung kann anschließend wiederhergestellt werden und der nächste Versuch beginnt unter bekannten Bedingungen.

So wird aus dem Ausprobieren ein kontrollierter Test: Nicht nur feststellen, dass etwas funktioniert, sondern auch herausfinden, was passiert, wenn es einmal nicht funktioniert.

Das Labor ist damit nicht nur eine zusätzliche virtuelle Maschine. Es ist die Werkstatt meiner Arbeitsumgebung.

Browser und ChatGPT-App – bewusst getrennte Aufgaben

Browserfenster und Terminal als Symbole für Planung und Umsetzung.
Am Haupt-PC planen, im Labor umsetzen.

Auch bei der Arbeit mit KI habe ich die Aufgaben aufgeteilt. Auf dem Haupt-PC nutze ich die Browser-Version vor allem für Recherche, Planung, das Festlegen gemeinsamer Regeln und die Kontrolle der Ergebnisse.

In der Labor-VM übernimmt die ChatGPT-App stärker die praktische Umsetzung. Dort befindet sie sich direkt in der Umgebung, in der entwickelt und getestet wird.

Diese Trennung hat einen einfachen Zweck: Planung und Kontrolle bleiben auf der stabilen Seite, während Entwicklung und Experimente im Labor stattfinden.

Klare Regeln für wiederkehrende Projekte

Je mehr Projekte entstanden, desto wichtiger wurde eine einheitliche Vorgehensweise. Deshalb gibt es für wiederkehrende Arbeiten festgelegte Regeln und Skills. Sie bestimmen beispielsweise, wie Projekte aufgebaut werden, welche Dateien dazugehören und wie bestimmte Aufgaben ausgeführt werden sollen.

Das spart nicht nur Arbeit. Es verhindert auch, dass jedes neue Projekt wieder völlig anders aufgebaut wird – oder eine KI plötzlich Dinge „verbessert“, um die niemand gebeten hat.

OMV – die Sicherung bleibt getrennt

NAS mit Laufwerken und einem Schutzschild.
Eine eigene Sicherung für Projekte und wichtige Daten.

Zur Arbeitsumgebung gehört auch mein OpenMediaVault-Server (OMV). Seine Aufgabe ist nicht die tägliche Entwicklung, sondern die Sicherung.

Projekte und wichtige Daten sollen nicht nur auf dem Rechner vorhanden sein, auf dem gerade gearbeitet wird. Deshalb bleibt die Datensicherung bewusst von der eigentlichen Arbeit getrennt.

Eine wichtige Regel:
Eine synchronisierte Datei ist noch keine unabhängige Sicherung.

World4You Cloud und PC-Cloud – Daten auch am Handy

Computer und Handy mit einer Wolke und Verbindungspfeilen.
Ausgewählte Dateien auch unterwegs verfügbar.

Neben dem OMV-Server nutze ich die World4You Cloud und meine PC-Cloud. Diese beiden Lösungen haben jedoch eine andere Aufgabe als das Backup.

Sie dienen vor allem dazu, ausgewählte Daten zwischen dem PC und dem Handy zu synchronisieren beziehungsweise unterwegs verfügbar zu machen. Damit kann ich auf bestimmte Dateien zugreifen, ohne sie jedes Mal manuell zwischen den Geräten übertragen zu müssen.

Die Unterscheidung zwischen Synchronisation und Sicherung ist mir wichtig. Wird eine synchronisierte Datei geändert oder gelöscht, kann diese Änderung ebenfalls auf andere Geräte übertragen werden. Eine unabhängige Sicherung auf dem OMV-Server verfolgt dagegen das Ziel, Daten bei Bedarf wiederherstellen zu können.

Warum dieser Aufwand?

Auf den ersten Blick sieht diese Aufteilung vielleicht komplizierter aus als ein einzelner Rechner. Im Alltag ist für mich das Gegenteil der Fall. Jede Komponente hat eine klarere Aufgabe.

Haupt-PC: Alltag, Recherche, Planung und Kontrolle
Labor-VM: Entwicklung und Tests
ChatGPT im Browser: Recherche, Regeln und Kontrolle
ChatGPT-App: praktische Umsetzung in der Laborumgebung
OMV: unabhängige Sicherung wichtiger Daten und Projekte
World4You Cloud / PC-Cloud: Synchronisation und mobiler Zugriff mit dem Handy

Aus einem Rechner wurde ein Arbeitsablauf

Meine Arbeitsumgebung ist nicht auf einmal entstanden. Sie hat sich aus Erfahrungen entwickelt – einschließlich der Dinge, die nicht funktioniert haben.

Heute versuche ich deshalb, neue Projekte nicht einfach irgendwo anzufangen. Eine Idee wird geplant, im Labor umgesetzt und getestet, anschließend kontrolliert und schließlich gesichert. Daten, die ich auch unterwegs brauche, werden zusätzlich über die dafür vorgesehenen Cloud-Lösungen synchronisiert.

Das Ganze ist kein Rechenzentrum und soll auch keines werden. Es ist eine private Arbeitsumgebung, die zu meiner Art zu arbeiten passt.

Und wenn trotzdem etwas nicht funktioniert? Dann muss es doch irgendwie gehen.

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